Leipzigs dunkle Seite: Wie Clubs gegen die Gefahr von K.-o.-Tropfen kämpfen
Es ist ein Samstag im Dezember 2024, in einem Veranstaltungszentrum in Leipzig. Julia (Name geändert) hat mit drei Freunden, darunter ihr Partner, ge…
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Fakten
- Die Stadt Leipzig ist die Schauplatz für den Artikel.
- Im Jahr 2024 wurden im Freistaat Sachsen 88 Delikte im Zusammenhang mit K.-o.-Tropfen bekannt.
- Im Jahr 2025 waren es 76 Delikte.
- Knapp 79 Prozent der gemeldeten Verdachtsfälle zogen schweren Körperverletzungen zu.
- 20 Prozent der Fälle zählten zum Bereich der Sexualdelikte.
- Der Verein Bellis ist auf Gewaltprävention, Opferschutz und vertrauliche Spurensicherung spezialisiert.
- Ella Jaeschke vom Verein Bellis erklärt, dass es nicht immer eine Motivation gibt, warum Menschen zu Opfern werden.
- Kay Anders vom Landeskriminalamt Sachsen spricht von einem "großen Dunkelfeld" bei den Spiking-Fällen.
- Viele Opfer schämen sich und gehen einem Verdacht erst gar nicht nach.
- Der Nachweis in Blut oder Urin ist nur innerhalb von Stunden möglich und ein Täter kann damit längst nicht überführt werden.
- Julia hatte drei Bier und drei Schnäpse getrunken, bevor sie sich nicht erinnern konnte.
- Spiking ist seit einigen Jahren ein weltweites Thema.
- Die Clubs nach der Corona-Pandemie wieder öffneten, wurden auch in Leipzig Fälle publiziert, in denen unbekannte Täter K.-o.-Tropfen in fremde Getränke gegeben hatten.
- Der Leipziger "Stop-Spiking-Leitfaden" ist das erste große Dokument dieser Art.
- Die Distillery gehört dazu, das Werk II oder das Conne Island. Und das Elipamanoke.
- Der Club teilt die Meinung, dass die Schuld für Spiking ausschließlich bei den Tätern liegt.
- Die Bar bietet Abdeckungen für Flaschen und Becher an.
- Unsere Mitarbeitenden sind zum Thema Spiking geschult, insbesondere das Awareness-Team.
- Bei Anzeichen für Spiking greift ein klares Prozedere.
- Der Club kooperiert mit den Beamten und wirft die Polizei in Fälle hinzu.
- Vorfälle werden nachbereitet und aufgearbeitet unter der Prämisse des Betroffenenschutzes.
- Die Zusammenarbeit mit dem Nachtrat Leipzig (Verein Livekommbinat) will man verstetigen und intensivieren.
- Ein klares Kommunikationskonzept ist wichtig, um das Thema Spiking offen anzusprechen.
- Nils Fischer sieht es kritisch, dass Clubs, die sich aktiv und offen mit dem Problem befassen, teilweise als unsicher wahrgenommen werden.
- Spiking findet aber nicht nur in Clubs auf, sondern auch bei Volksfesten und gesellschaftlichen Anlässen.
- Die 2024er-Cliv-Studie zu Clubs und Livemusikspielstätten in Leipzig zeigt, dass 76 Prozent der Befragten ein positives persönliches Sicherheitsgefühl beim Ausgehen sehr wichtig oder wichtig finden.